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Camping

Warum sollte ich in den USA campen gehen?

Wenn man im Urlaub unbedingt den Luxus eines 5-Sterne-Hotels braucht, dann sollte man hier jetzt nicht weiterlesen, sondern auch solche Unterkünfte aufsuchen. Wenn man jedoch auf einen Teil des Luxus verzichten kann und gerne auch mal etwas spontaner unterwegs ist, dann könnte ein Campingurlaub in den USA das Richtige sein.

Der große Vorteil ist vor allem im Westen der USA, dass man mitten in den Nationalparks seine Basis aufschlagen kann. In vielen Nationalparks gibt es keine Unterkünfte oder nur sehr teure Lodges. Aber einen Campground hat wirklich fast jeder Nationalpark zu bieten. Und diese liegen auch noch meist wunderschön. Bezahlbare Motels liegen oft mindestens eine halbe Stunde Fahrzeit von den Sehenswürdigkeiten in den Parks entfernt. Hat man sein Lager im Park, kann man Wanderungen und Erkundungstouren oft auch schon direkt vom Campground starten.

Oben haben wir erwähnt, dass Camping etwas für spontane Touren ist. Sollte Euch das nicht so gefallen, tröstet Euch: Es ist nämlich auch vororganisiert möglich. Entweder man bucht von zu Hause aus eine komplett vororganisierte Tour oder man reserviert einzeln die Campingplätze vor. Infos zu den Reservierungsmöglichkeiten einzelner Campgrounds findet Ihr auf den Seiten der Nationalparks.

Wenn man sich für einen Campingurlaub begeistern könnte, stellt sich die Frage: Wohnmobil oder Zelt?

Mit dem Wohnmobil unterwegs

Beim Campen nicht auf den letzten Komfort verzichten? Dann bietet sich ein Wohnmobil an. Diese Camper sind in den USA als „RV“ bekannt, „Recreational Vehicle“.

Sie bieten mehr Komfort als mit dem Zelt, man hat im Fahrzeug immer die Küche dabei.

Amerikanische Wohnmobile sind oft deutlich größer als die, die wir in Europa gewöhnt sind. Sie haben manchmal ausschiebbare Seitenteile, so dass man mehr Wohnraum im Inneren gewinnt. Auf den Straßen in Amerika braucht man sich auch keine Sorgen machen, hier ist (außer in Großstädten) immer genug Platz auch für so große Fahrzeuge.

Auch wenn Benzin in USA zwar deutlich günstiger als bei uns ist, so bekommt die Urlaubskasse einen Verbrauch von teils 30 Litern pro 100 km natürlich schon zu spüren. Außerdem limitieren die Vermieter häufig die Strecken, die gefahren werden dürfen. Zusätzliche Meilen kosten deutlichen Aufpreis. Außerdem muss man häufig auch noch einen Extrapreis für Küchenausstattung bezahlen.

Vorteil im Vergleich zum Zelten ist, dass man sich notfalls auf einen Parkplatz stellen kann, falls man keinen geeigneten Campingplatz findet.

Ein Wohnmobil mieten

Am besten ist es, sich ein Wohnmobil schon von zu Hause zu reservieren, hier sind meist die nötigen Versicherungen schon dabei.

Fast alle deutschen Reiseveranstalter haben Camper im Angebot, z.B. FTI oder CANUSA.

Unterwegs mit dem eigenen Wohnmobil

Es gibt auch die Möglichkeit, sein eigenes Wohnmobil in die USA zu verschiffen. Man spart sich die teuren Mieten vor Ort und hat sein vertrautes Gefährt dabei.

Fähren fahren beispielshalber von Hamburg oder Rotterdam nach Nordamerika. Die Fährkosten liegen bei ca. 1.500 € pro Strecke. Deshalb lohnt es sich natürlich nur, wenn man etwas länger Zeit hat.

Great Basin NP - GO2USA

Wheeler Peak Campground im Great Basin NP – GO2USA

Mit dem Zelt unterwegs

Etwas mehr „back to the roots“ und auch näher am Pioniergeist der Amerikaner ist ein Trip mit dem Zelt im Gepäck. Mit der richtigen Ausrüstung und der passenden Bekleidung macht so etwas richtig Spaß. Da hält man sowohl heiße Nächte in der Wüste (die aber durchaus auch sehr kalt sein können) oder auch frostige Nächte bestens aus. Bedenken sollte man, dass jede Nacht ein geeigneter Platz benötigt wird, auf den man das Zelt stellen kann. Notfalls muss man halt mal eine Nacht im Auto schlafen oder in ein günstiges Motel ausweichen.  

Ausrüstung

Als Schlafunterlagen empfehlen wir Euch Isomatten von Therm-a-Rest. Diese lassen sich aufblasen, sind somit schon etwas komfortabler als eine einfache Isomatte, außerdem sind sie nicht allzuschwer und somit auch im Fluggepäck ganz gut zu transportieren. Zum Kochen empfehlen wir einen Spirituskocher von Trangia. Vorteil ist, dass man nicht auf Gasflaschen angewiesen ist (in den USA gibt es andere Anschlüsse etc.). Als Alternative zu Spiritus kann man in USA als Brennstoff z.B. den Frostschutzmittel von Heet (gelbe Flasche) oder im Baumarkt Denatured Alcohol kaufen.   Solltet Ihr nicht die ganze Ausrüstung schon im Flugzeug mitschleppen wollen, bekommt Ihr auch fast alles drüben in den USA. Aber bedenkt, dass solche Einkaufstouren nach Equipment sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Oft ist auch nicht alles vorrätig im Laden Eurer Wahl und der nächste sehr weit entfernt. Empfehlen können wir Euch deswegen beispielshalber, benötigte Artikel bei Walmart online zu bestellen und an eine Filiale Eurer Wahl dort schicken zu lassen. Bezahlung über Paypal und dann einfach abholen. Sollte dann doch etwas nicht passen, ist Walmart sehr kulant bei der Rücknahme von Artikeln (auch von bereits benutzten).

Campingplätze

National Park Campgrounds

Bryce Canyon National Park

Historisches Bild: Camping im Bryce Canyon National Park

Am schönsten sind natürlich die Campgrounds in den Nationalparks – meist mittendrin und landschaftlich wunderschön gelegen. Übermäßigen Luxus bieten sie meist nicht, nur auf wenigen gibt es z.B. eine Möglichkeit zu duschen. Fast jeder Platz hat aber eine ebene Fläche für das Zelt bzw. befestigte Flächen für Wohnmobile, Picknicktisch, Feuerstelle, manchmal auch einen Grill zu bieten. Frischwasser und Toiletten gibt es immer, manchmal zwar nur Plumpsklos. Teilweise sind hier auch Reservierungen möglich, am häufigsten über reserveamerica.com.

Kommerzielle Campingplätze

In fast allen touristischen Gegenden gibt es privat betriebene, kommerzielle Campingplätze. Am bekanntesten ist hier die Kette KOA. Nachteil dieser Plätze ist aber, dass sie bei weitem nicht so schön liegen wie die in den Nationalparks. Außerdem hat man hier ab und zu kaum Luft zum Atmen bis zum Nachbarplatz. Wir haben schon von Plätzen gehört, wo Wohnmobile kaum die Türen öffnen konnten, weil das benachbarte RV so eng daneben steht. Vorteil ist, dass es fast immer sanitäre Einrichtungen mit Dusche gibt, häufig auch Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe und oft sogar WLAN auf Teilen des Platzes.

Stellplätze für Wohnmobile

In einigen Bundesstaaten ist das Campen zwar verboten, aber man findet meist schon einen Stellplatz. Wenn es keinen Campingplatz gibt, kann man vielleicht mal bei Restaurants und Läden fragen, ob man dort auf dem Parkplatz sein RV für die Nacht aufstellen darf. Walmart und andere Supermarktketten sind hier recht offen. Sie weisen sogar zum Teil spezielle Stellplätze aus. Auch auf Rastplätzen und Truckstops kann man das Wohnmobil mal für eine Nacht abstellen. Eine Übersicht über solche Übernachtungsgelegenheiten findet Ihr zum Beispiel hier oder hier.



Globetrotter


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